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Parodontitislast in Deutschland – Versuch einer Bilanzierung Artikel aus DZZ, Heft 7/2008
Eine Arbeitsgruppe aus den Zahnkliniken Dresden und Greifswald und TNS Healthcare/München hat unter der Federführung des IDZ aktuell eine Arbeit in der Deutschen Zahnärztlichen Zeitschrift (vgl. DZZ, Heft 7, S. 464-472) vorgelegt, die die epidemiologische Parodontitislast für Deutschland mithilfe von statistischen Vertiefungs- und Verfeinerungsauswertungen der DMS IV-Studie (2005) für Gesamtdeutschland und der SHIP1-Studie (2002-2006) für den Regionalraum Mecklenburg-Vorpommern nachzeichnet. Im Fazit zeigt sich, dass nach dem brandneuen CDC/AAP-Index ca. 4 – 8 % der Erwachsenen (35 – 44 Jahre) und ca. 14 – 22 % der Senioren (65 – 74 Jahre) eine schwere Parodontitisform aufweisen und bei rund 40 % der Durchschnittbevölkerung eine moderate Zahnbetterkrankung vorliegen dürfte. Die durchschnittliche Anzahl erkrankter Parodontien pro Gebiss wird hinsichtlich der Sondierungstiefen mit 9 – 10 Zähnen (ST ≥ 4 mm) bzw. hinsichtlich der Attachmentverluste mit 16 – 21 Zähnen (AV ≥ 3 mm) berechnet.
Das Hauptproblem einer empirisch belastbaren Prävalenzabschätzung wird darin gesehen, dass in der internationalen Parodontitisepidemiologie bis heute kein völliger Konsens zur sog. Falldefinition erreicht werden konnte. Der aktuelle Index des Center of Disease Control (CDC)/USA und der American Academy of Periodontology (AAP)/USA von 2007 kombiniert in seinen Berechnungsprozeduren sowohl klinische Befunde zur Sondierungstiefe (ST) als auch zum Attachmentverlust (AV) der parodontalen Gewebe.

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