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Dritte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS III) Ergebnisse, Trends und Problemanalysen auf der Grundlage bevölkerungsrepräsentativer Stichproben in Deutschland 1997
Gesamtbearbeitung von W. Micheelis, E. Reich
mit Beiträgen von R. Heinrich, M. John, E. Lenz, W. Micheelis, P. Potthoff, E. Reich, P. A. Reichart, U. Schiffner, E. Schroeder, I. von Törne, K.-P. Wefers
Materialienreihe Band 21
Deutscher Ärzte-Verlag 1999
ISBN 3-7691-7848-3
Bezugspreis: 39,95 EUR
Abstract
In der IDZ-Materialienreihe als Band 21 ist der Forschungsbericht "Dritte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS III)" erschienen. Auf der Grundlage bevölkerungsrepräsentativer Stichproben werden für ausgewählte Altersgruppen der Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren der deutschen Wohnbevölkerung die aktuellen oralepidemiologischen Kennziffern, Trends und Problemanalysen (Erhebungszeitraum: 1997) vorgelegt und in die internationale Forschungsliteratur eingeordnet. Mit der Dokumentation zur Seniorengruppe wird gleichzeitig erstmals für Deutschland ein umfassendes oralepidemiologisches Zustandsbild gezeichnet. Folgende Kernergebnisse stellt diese IDZ-Materialie in den Mittelpunkt ihrer Ausführungen:
- Die Zahngesundheit der 12jährigen hat sich weiter verbessert: Die durchschnittliche Karieserfahrung liegt jetzt in Deutschland bei 1,7 DMF-Zähnen.
- Die Bedeutung der Individualprophylaxe (speziell: Fissurenversiegelungen der Zahnkauflächen) ist nicht gering zu veranschlagen: Der DMFT liegt bei Jugendlichen mit Fissurenversiegelungen bei durchschnittlich 1,3 versus 2,2 DMFT für die Jugendlichen ohne Fissurenversiegelungen.
- Zahnbetterkrankungen haben bei Erwachsenen und bei Senioren eine große Verbreitung: Allerdings sind häufig nur einzelne (wenige) Parodontien schwerer erkrankt. Der Anteil der 35-44jährigen mit tiefen Parodontaltaschen liegt bei rund 14 %, bei den 65-74jährigen bei rund 24 %.
- Mundschleimhautveränderungen treten bei Erwachsenen und bei Senioren recht häufig auf; nur jeweils rund 1/3 der untersuchten Erwachsenen bzw. Senioren zeigen keinen Befund. Die klinische Bedeutung der dokumentierten Befunde muß aber differenziert bewertet werden.
- Erkrankungen der Kaufunktion (kraniomandibuläre Dysfunktionen) mit subjektiver Behandlungsbedürftigkeit sind eher selten: Der Anteil liegt hier bei rund 3 %. Das Hauptsymptom ist der Kauschmerz.
- Insgesamt sind rund 25 % der Senioren völlig zahnlos. Praktisch alle Personen dieser Altersgruppe sind aber zahnprothetisch versorgt.
- Die Analysen zeigen einen statistischen Zusammenhang zwischen Allgemeinerkrankungen und Oralkrankheiten. Insbesondere korrelieren kardiovaskuläre Erkrankungen und schwere Parodontalerkrankungen deutlich. Das Rauchen kann als klarer Risikofaktor für Zahnbetterkrankungen identifiziert werden.
- Ein enger soziologischer Zusammenhang zwischen Mundhygienegewohnheiten der Bevölkerung und klinischer Mundgesundheit kann für alle drei Altersgruppen aufgezeigt werden.
Die Dritte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS III) wurde in Zusammenarbeit mit einem wissenschaftlichen Expertenkreis aus Zahnmedizin und Medizin unter Leitung von Prof. Reich/Homburg – Mitglieder: Prof. Lenz/Erfurt, Prof. Reichart/Berlin, Prof. Schiffner/Hamburg, Dr. John/Halle, Dr. Wefers/Gießen, Prof. Heinrich/München – und dem Institut I + G Gesundheitsforschung (München) realisiert.

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