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Kommunikatives Praxismanagement Ergebnisse einer empirischen Erhebung bei niedergelassenen Zahnärzten IDZ-Information Nr. 3/95 Dünninger, P. / Leybach, A. / Einwag, J. Kommunikatives Praxismanagement - Ergebnisse einer empirischen Erhebung bei niedergelassenen Zahnärzten Abstract Die medizinische und zahnmedizinische Versorgung befinden sich zweifellos in einer Phase des Umbruches. Dabei fällt neben den vielfältigen Problemstellungen über die Kostenentwicklung im Gesundheitswesen auf, dass auch die Erwartungen der Gesellschaft an die Art und Weise der medizinischen Versorgung einem deutlichen Wandel unterworfen sind und Fragen nach den "sprechenden Anteilen" bei der Prävention, Therapie und Rehabilitation einen erheblichen Raum einnehmen. Gründe für diese Entwicklung sind keineswegs nur die bekannten epidemiologischen Verschiebungen im Krankheitsgeschehen der Bevölkerung in Richtung chronischer-degenerativer Erkrankungen, sondern auch veränderte kulturelle Auffassungen zu Gesundheit und Krankheit in den modernen Industriegesellschaften. Dies alles führt innerhalb der medizinischen Profession dazu, über Rollenveränderungen ihres eigenen Dienstleistungsverständnisses nachzudenken; vor allem Fragestellungen einer stärker ganzheitlichen Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit mit ihren biologischen, psychischen und sozialen Bezügen stehen hier zunehmend im Blickfeld. Die Arbeit beleuchtet vor diesem Problemhintergrund die Kenntnisse und Einschätzungen niedergelassener Zahnärzte zu Fragen der Patientenkommunikation und des kommunikativen Praxismanagements. Befragt wurde eine repräsentative Auswahl von Zahnärzten aus dem Bereich Unterfranken der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns; insgesamt wurde eine Stichprobe von 101 Praxisinhabern in die statistischen Auswertungen einbezogen. Die Ergebnisse lassen u. a. erkennen, dass die Kenntnisse der befragten Zahnärzte zu Fragen der Psychologie und Kommunikation recht detailliert sind und zwar speziell auf den Gebieten des Angstabbaues und der Kinderbehandlung. Hier scheint sich der Zwang zur Auseinandersetzung mit der Problematik durch die tägliche Konfrontation mit den entsprechenden Fällen in dem eigenen Arbeitsrahmen positiv auszuwirken. In einigen anderen Teilbereichen zeichnen sich jedoch auch mögliche Kollisionen zwischen psychologisch wünschenswerten Maßnahmen und praxisorganisatorischen Gegebenheiten ab. Insgesamt wird die Forderung abgeleitet, kommunikative Fähigkeiten und Fertigkeiten stärker in die zahnärztliche Aus- und Fortbildung zu integrieren, um den aktuellen und künftigen Anforderungen der Patientenversorgung gegenüber gewappnet zu sein. Diese empirische Erhebung wurde im Rahmen einer zahnmedizinischen Dissertation der Universität Würzburg durchgeführt. Die Autoren des zusammenfassenden Beitrages sind: Dr. Peter Dünninger/Münchberg, Dr. Achim Leybach/Würzburg und Prof. Dr. Johannes Einwag/Stuttgart. |