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Subjektives Bewältigungsverhalten von Zahnverlust Analyse der medizin-psychologischen Fragestellungen und Darstellung der Forschungslandschaft IDZ-Information Gründe für Zahnverlust in den westlichen Bundesländern Schneller, Th. Das subjektive Bewältigungsverhalten von Zahnverlust und Protheseneingliederung Abstract Für das große Feld der Präventivzahnmedizin hat sich zweifellos die enge Zusammenarbeit in zahnmedizinisch-naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen Fragenstellungen als äußerst fruchtbar erwiesen. Sowohl internationale als auch nationale Forschungsanstrengungen wie auch konkrete Handlungsprogramme und - nicht zuletzt - alltägliche Erfahrungen der Zahnärzte haben immer wieder das Grundproblem aufgezeigt, dass eine wirksame Vermeidung von Zahnkaries und Zahnbetterkrankungen (auch mancher Zahnstellungs- und Bisslageanomalien) zwangsläufig mit einer Änderung von Verhaltensgewohnheiten der Menschen verbunden ist. Dieser Ansatz eines konsequenten Einbezugs des Verhaltensfaktors zieht sich dabei über alle Präventionsstufen hin und umfasst die Stufe der allgemeinen Mundgesundheitsvorsorge (primäre Prävention), die Stufe der Früherkennung von Oralkrankheiten (sekundäre Prävention) bis hin zur Stufe der Vermeidung von Krankheitsverschlimmerungen im Zahn-, Mund- und Kieferbereich durch rechtzeitige Behandlung (tertiäre Prävention). Allgemein wird noch zu wenig beachtet, dass orale Rehabilitationsmaßnahmen durch die Wiederherstellung der Kaufunktion und durch die Beachtung ästhetischer Prinzipien immer auch präventive Ziele verfolgen: weitere Destruktionsprozesse am Gebiss aufzuhalten, Folgeerkrankungen zu verhindern und das Selbstbild/Selbstwertgefühl des Patienten aufrecht zu erhalten. Aus den psychosozialen Aspekten, die mit dem Zahnverlust und der Protheseneingliederung immer untrennbar verbunden sind ergibt sich die verhaltensmedizinische Bedeutung der oralen Rehabilitation. Der Artikel von Thomas Schneller/Medizinische Hochschule Hannover analysiert die medizin-psychologischen Fragestellungen bei der zahnprothetischen Versorgung und stellt hierzu die wichtigsten Forschungsergebnisse dar. Er macht deutlich, in welchem hohen Maße die Eingliederung und das Tragen einer Prothese für den Patienten emotionale Bewältigungsaufgaben heraufbeschwört, die mitentscheiden, wie dieses Therapiemittel insgesamt inkorporiert wird. |