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Preisvergleich im europäischen Kontext (EURO-Z) Aktuelle Vergütungssituation zahnärztlicher Leistungen im europäischen Vergleich IDZ-Information Nr. 1/2000 Kaufhold, R. Schneider, M.: Preisvergleich zahnärztlicher Leistungen im europäischen Kontext (EURO-Z) Abstract Die Einführung des Euro als gemeinsame Währung und die Urteile des Europäischen Gerichtshofes aus dem Jahr 1998 zur grenzüberschreitenden Inanspruchnahme (zahn-)medizinischer Leistungen zeigen, dass sich die nationalen Gesundheitssysteme dem Einfluss Europas auf Dauer nicht entziehen können. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, die Strukturen der (zahn-)medizinischen Versorgung in den Nachbarstaaten zu kennen, um den Prozess der Europäisierung moderierend begleiten zu können. Trotz zahlreicher Forschungsaktivitäten im Bereich der vergleichenden Gesundheitssystemforschung, stellen Detailinformationen zu den zahnärztlichen Sektoren nach wie eine Mangelware dar. Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) hat gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft für angewandte Systemforschung (BASYS) diese Fragestellung aufgegriffen und einen wichtigen Teilaspekt der zahnmedizinischen Versorgung untersucht. Das Projekt "Preisvergleich zahnärztlicher Leistungen im europäischen Kontext (EURO-Z)" hatte zum Ziel, Informationen über das zahnärztliche Honorar, die Material- und Laborkosten sowie die Höhe der Patientenselbstbeteiligungen für elf zahnmedizinische Leistungen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Schweiz und Ungarn zu erheben. Der Preis einer zahnmedizinischen Leistung umfasst das zahnärztliche Honorar und die Material- und Laborkosten. Das Projekt erfuhr große Unterstützung durch die zahnärztlichen Berufsverbänden der ausgewählten Länder. In einer methodisch aufwendigen zweistufigen Expertenbefragung - Stufe 1: Fragebogen und Stufe 2: Vor-Ort-Interviews - wurden die Informationen zusammengetragen. Neben den monetären Größen, welche im Zentrum der Untersuchung stehen, wurden auch Kontextinformationen gesammelt, um die Hintergründe von Preisunterschieden aufhellen zu können. Der Vergleich zeigt, dass sich in Bezug auf die ausgewählten Leistungen die deutschen Preise der zahnmedizinischen Versorgung im europäischen Mittelfeld bewegen. Der prozentuale Anteil des zahnärztlichen Honorars in Relation zu den Material- und Laborkosten ist in Deutschland recht gering. Ein Patient der gesetzlichen Krankenversicherung wird mit relativ niedrigen Selbstbeteiligungen belastet. Beispielsweise liegen im Bereich der prothetischen Versorgung Dänemark und Frankreich an der Spitze und Großbritannien und Ungarn am Ende der Preisskala. Das aufwendige Studiendesign von EURO-Z, welches sich deutlich von dem eines reinen Desk-Research unterscheidet, liefert erstmals valide Einblicke in die aktuelle Vergütungssituation zahnärztlicher Leistungen bei den europäischen Nachbarn. Diese Informationen erscheinen geeignet, der gesundheitspolitischen Diskussion in Deutschland neue Impulse zu verleihen. Die Autoren der vorliegenden IDZ-Information sind Dipl.-Vw. Ralph Kaufhold/IDZ und Dr. Markus Schneider/BASYS. |