Sinkende Investitionen und weniger Arbeitsplätze
Ergebnisse zweier repräsentativer Erhebungen


IDZ-Information Nr. 4/88
Müller, P. J. / Deutsch, R.
Sinkende Investitionen und weniger Arbeitsplätze bei den Zahnärzten

Abstract

Das jährliche gesamte Investitionsvolumen der niedergelassenen Zahnärzte ist seit 1981 relativ konstant geblieben und betrug im Jahre 1986 1,74 Mrd. DM. Ursächlich für diese Stagnation sind zwei Abschwungbewegungen:
  1. ein vorsichtigeres Investitionsverhalten bei der zahnärztlichen Existenzgründung sowie
  2. deutlich sinkende Ersatz- und Zusatzinvestitionen der bereits existierenden Zahnarztpraxen bei gleichzeitiger Zunahme der Zahl der Zahnarztpraxen.

So sanken die durchschnittlichen Investitionsvolumina bei der zahnärztlichen Praxisneugründung im Zeitraum von 1984 bis 1987 um 11 % und die jährlichen Ersatz- -und Zusatzinvestitionen bereits eingerichteter Praxen im Zeitraum von 1981 bis 1986 um 41 %.

Der Stagnation der jährlichen Investitionen im Dienstleistungsbereich zahnärztliche Versorgung folgten in den Jahren 1987 und 1988 negative Beschäftigungswirkungen, indem seit 1986 schätzungsweise ca. 11.000 Arbeitsplätze abgebaut bzw. nicht mehr eingerichtet wurden.