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Arbeitswissenschaftliche Bewertung (Kinderbehandlung) Ein Vergleich zwischen Kinder- und Erwachsenenbehandlung IDZ-Information Nr. 3/92 Kardung, R. H. Arbeitswissenschaftliche Bewertung zahnärztlicher Tätigkeit: Ein Vergleich zwischen Kinder- und Erwachsenenbehandlung Abstract Arbeitswissenschaftliche Analysen zu den Möglichkeiten (und Grenzen) einer systematischen Leistungsbewertung der zahnärztlichen Behandlungstätigkeit gehören traditionell zu den zentralen Forschungsschwerpunkten des Instituts der Deutschen Zahnärzte (IDZ). So wurde zuletzt im Herbst 1990 eine Publikation in der IDZ-Materialienreihe als Band 7 (vgl. Essmat, Micheelis, Rennenberg: Aspekte zahnärztlicher Leistungsbewertung aus arbeitswissenschaftlicher Sicht, Deutscher Ärzte-Verlag Köln, 1990) aufgelegt, die eine Dokumentation der mehrstufigen Studienserie aus den Jahren 1982 - 1986 zu diesem Forschungskomplex zum Inhalt hatte. In einem konzeptionellen und zeitlichen Zusammenhang mit den damaligen empirischen Erhebungen bei einer Stichprobe zahnärztlicher Praxen wurde im Rahmen einer zahnmedizinischen Dissertation eine Spezialfragestellung aufgegriffen, die den arbeitswissenschaftlichen Besonderheiten der zahnärztlichen Kinderbehandlung in einer eigenständigen Studie nachging. Die Arbeit von R. H. Kardung/Berlin gibt eine knapp gefasste Zusammenfassung über die wichtigsten Ergebnisse der durchgeführten Studie. Die Datenanalysen machen vor allem deutlich, in welchem großen Ausmaße die Arbeitsbeanspruchung des Zahnarztes direkt und unmittelbar von der Angst bzw. Behandlungsanspannung des Kindes abhängig ist. Die psychische Einfühlung in die emotionale Reaktionslage des Kindes während der Behandlung stellt sich hier für den Zahnarzt mit Abstand als Dreh- und Angelpunkt gegenüber sonstigen Behandlungsanforderungen heraus. Für die weitere arbeitswissenschaftliche Beschäftigung mit den Besonderheiten des zahnärztlichen Arbeitsrahmens (Beanspruchungsformen, Beanspruchungsdauer und Beanspruchungshöhe bei der Leistungsumsetzung) kommt diesem Basisbefund zweifellos eine große forschungsstrategische Bedeutung zu. |