Prognose zur Zahl und Struktur d. ZÄe bis 2020
Fortschreibung des Prognosemodells auf der Basis der Zahnarztstrukturdaten


IDZ-Information Nr. 1/97
Kern, A. O. / Beske, F. / Hallauer, J. F.
Prognose zur Zahl und Struktur der Zahnärzte in Deutschland bis zum Jahr 2020

Abstract

Die Entwicklung der Zahl der Zahnärzte ist ein wichtiger Bestimmungsfaktor im System der zahnärztlichen Versorgung eines Landes. Für die Bundesrepublik Deutschland hatte das IDZ in Zusammenarbeit mit dem IGSF erstmalig 1990 (vgl. IDZ-Materialie Band 9, 1990) ein detailliertes Szenario bis zum Jahre 2010 hierzu vorgelegt. Insbesondere aufgrund der Wiedervereinigung Deutschlands war dieses Prognosemodell nunmehr zu erweitern und durch den Einbezug der gesamtdeutschen Zahnärztestatistiken zu aktualisieren.

Die vorliegende Arbeit mit dem Titel Prognose zur Zahl und Struktur der Zahnärzte in Deutschland bis zum Jahre 2020 von A. O. Kern, F. Beske und J. F. Hallauer schreibt dieses Prognosemodell auf der Basis der Zahnarztstrukturdaten fort. Die Entwicklung der Zahl der Approbationen und der Zahl der Staatsexamen wurde für den Prognosezeitraum mittels einer logistischen Wachstumsfunktion durchgerechnet. Als Kernergebnis wird festgestellt, daß die zahnärztliche Versorgungsdichte bis zum Jahr 2020 weiter zunehmen wird. Die Relation Einwohner je berufstätigem Zahnarzt wird danach auf mutmaßlich 1:1054 (Basis-Szenario) bzw. 1:908 (unteres Szenario) ansteigen.



Selbstverständlich ist diese Projektion der Zahnärztezahlen für Deutschland nur ein Aspekt in der versorgungspolitischen Diskussion über den zahnärztlichen Versorgungsbedarf; die vorgelegten Zahlen müssen vor allem sachgerecht mit den morbiditätsstatistischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, den demographischen Trends im Bevölkerungsaufbau Deutschlands und soziologischen Inanspruchnahmetrends zahnärztlicher Dienste in der Bevölkerung in Beziehung gesetzt werden. Diese Zusammenschau muß künftigen Analysen vorbehalten werden. Die vorliegende Arbeit möchte zu diesem Problemkomplex eine spezifische Datenreihe beitragen.

Die Autoren dieser Arbeit gehören dem Institut für Gesundheits-System-Forschung (IGSF)/Kiel an: Dipl.-Vw. Axel Olaf Kern, Prof. Dr. med. Fritz Beske, Dr. med. Johannes F. Hallauer

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