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Zahnärztliche Füllungsmaterialien in Deutschland Im Zuge der Versorgungsforschung besteht zunehmendes Interesse an validen Daten über die Versorgung der Bevölkerung mit zahnmedizinischen Leistungen. Mit dieser Arbeit sollten für Deutschland repräsentative Daten zur Versorgung kariöser Defekte der bleibenden Dentition mit unterschiedlichen Restaurationsmaterialien bereitgestellt werden. Hierzu wurden die Daten der Vierten Deutschen Mundgesundheitsstudie DMS IV aus dem Jahr 2005 zahnflächenbezogen in Hinblick auf das für Zahnfüllungen verwendete Material ausgewertet. Die Ergebnisse wurden einer in gleicher Weise durchgeführten Analyse von Erhebungsdaten der 1997 durchgeführten DMS III gegenübergestellt. In der DMS IV zeigten sich bei Kindern, Jugendlichen und Senioren die meisten gefüllten Zahnflächen mit Komposit versorgt, während bei Erwachsenen Amalgam dominierte. Im Seitenzahnbereich waren bei Kindern und Jugendlichen in etwa zwei Drittel der gefüllten Zahnflächen mit Komposit versorgt, bei Erwachsenen und Senioren stellte hingegen Amalgam mit jeweils mehr als 50 % der versorgten Flächen das hier hauptsächlich verwendete Material dar. Der Vergleich zu 1997 dokumentiert eine deutliche Verschiebung vom Amalgam hin zum Komposit. Ebenfalls angestiegen ist bei Erwachsenen und Senioren der Anteil mit Guss- oder Keramikrestaurationen versorgter Defekte. Der ausführliche Artikel ist nachzulesen: Schiffner, U., Micheelis, W.: Die Versorgung kariöser Defekte mit verschiedenen Füllungsmaterialien in Deutschland. Dtsch Zahnärztl Z 65, 2010, S. 193-198 |