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Investitionen bei der zahnärztlichen Existenzgründung 1991 Zentrale Ergebnisse der jährlichen Investitionsanalyse
IDZ-Information Nr. 4/92
Müller, P. J./Deutsch, R.
Investitionen bei der zahnärztlichen Existenzgründung 1991
Abstract
Die gemeinsame Dauerbeobachtung des Investitionsverhaltens der Zahnärzte bei der Niederlassung zeigt die folgenden Tendenzen auf:
- Obwohl in den alten Bundesländern eine zunehmende Nachfrage nach Praxisübernahmen festzustellen ist, sind Praxisübernahmen auch weiterhin kostengünstiger zu realisieren als Praxisneugründungen.
- In Regionen mit größerer Zahnarztdichte werden immer weniger Praxisneugründungen realisiert.
- Die Umwandlung des zahnärztlichen Versorgungssystems in den neuen Bundesländern schreitet sehr schnell voran. Im November 1991 waren bereits knapp 9.400 Zahnärzte als Kassenzahnärzte zugelassen.
- Seit 1990 ist in den neuen Bundesländern ein kräftiges Anwachsen der Investitionen mit entsprechend hohen Kostenbelastungen für die Zahnärzte zu verzeichnen. Die getätigten Investitionshöhen erreichen jedoch wegen unzureichender Finanzausstattung noch nicht das Niveau der alten Bundesländer.
- Ein wichtiges gesundheits- und sozialpolitisches Ziel seit der Vereinigung Deutschlands ist die Angleichung der Versorgungsniveaus. Für eine gleichmäßige zahnmedizinische Breitenversorgung auf der Basis gleicher medizin-technischer Ausstattung fehlen derzeitig noch die erforderlichen Mittel. Ein entsprechendes Investitionsverhalten muss von den Rahmenbedingungen her erst ermöglicht werden.
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