Investitionen bei der zahnärztlichen Existenzgründung 2000
Zentrale Ergebnisse der jährlichen Investitionsanalyse


IDZ-Information Nr. 2/01
Kaufhold, R., Schwarte, A.
Investitionen bei der zahnärztlichen Existenzgründung 2000

Abstract

Das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) analysiert seit 1984 gemeinsam mit der Deutschen Apotheker- und Ärztebank/Düsseldorf das zahnärztliche Investitionsverhalten bei der Niederlassung. Für das Jahr 2000 sind folgende zentrale Ergebnisse hervorzuheben:
  • Die Übernahme einer Einzelpraxis war im Jahr 2000 die häufigste Form der zahnärztlichen Existenzgründung. In den alten Bundesländern entschieden sich 43 % und in den neuen Bundesländern 71 % der Zahnärzte für diesen Weg in die Selbstständigkeit.
  • In Westdeutschland wählte jeder fünfte zahnärztliche Existenzgründer (22 %) die Gemeinschaftspraxis. In der Altersgruppe der 26- bis 30-jährigen Zahnärzte hat sich der Anteil der Gemeinschaftspraxen in den letzten drei Jahren mehr als verdoppelt (2000: 36 %; 1999: 26 %, 1998: 15 %).
  • Im Gegensatz zu den alten Bundesländern, in denen 69 % der Existenzgründungen durch Männer und 31 % durch Frauen realisiert wurden, prägten in den neuen Bundesländern die Frauen mit 69 % das Bild des Niederlassungsgeschehens.
  • Im Jahr 2000 erreichte das Investitionsvolumen für die Neugründung einer westdeutschen Einzelpraxis mit einem Anstieg von 12 % auf 606 TDM einen neuen Höchstwert. Da sich das Investitionsvolumen einer Einzelpraxisübernahme kaum veränderte, wuchs die Differenz zwischen beiden Niederlassungsformen auf 128 TDM.
  • In den vergangenen vier Jahren hat sich der ideelle Wert (“Goodwill”) einer westdeutschen Praxisübernahme als recht stabil erwiesen; im Jahr 2000 betrug er 156 TDM. Für den Substanzwert zzgl. Neuanschaffungen wurden im gleichen Jahr rund 204 TDM gezahlt.
  • Das zahnärztliche Investitionsvolumen für eine Einzelpraxisneugründung in den alten Bundesländern wurde 1999/2000 im Vergleich zu den ärztlichen Investitionen von keiner anderen medizinischen Facharztgruppe übertroffen.

Info2-01.pdf